Sicherung der Sozialwerke

Sicherung der Sozialwerke – meine Werte: Sicherheit, Realismus, Nachhaltigkeit

NIcolo_Seil_Soz-Sicherheit

  • Eine grosse Errungenschaft des letzten Jahrhunderts ist die Steigerung der Lebenserwartung. Ein im Jahr 1900 in der Schweiz geborener Junge durfte auf eine Lebensdauer von 53,2 Jahren hoffen, ein 1900 geborenes Mädchen auf 59,4 Jahre. Der 2008 geborene Bub darf durchschnittlich mit 87,7 Jahren, das Mädchen gar mit 91,6 Jahren Lebenszeit rechnen. Die Erhöhung der Lebenserwartung, verbunden mit dem drastischen Rückgang der Zahl Erwerbstätiger pro Rentner, fordert das System der sozialen Sicherheit gewaltig heraus.
  • Lösungsvorschläge stehen im Raum: länger arbeiten; tiefere Renten ausrichten; höhere Beiträge bei Arbeitnehmenden und Arbeitgebern erheben; künftige Löcher mit Mitteln aus direkten oder indirekten Steuern stopfen; überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum erzielen.
  • Ein grosses Anliegen ist mir, dass die Sozialversicherungsbeiträge nicht oder nur mit allergrösster Zurückhaltung erhöht werden. Eine Verteuerung der Arbeit führt zum Verlust von Arbeitsplätzen, was die Finanzierung der Altersvorsorge nur erneut gefährdet. Um eine Erhöhung des Rentenalters wird die Gesellschaft längerfristig aber nicht herumkommen.
  • Die Sicherheit des Arbeitsplatzes und vor allem die Sicherheit des Sozialversicherungssystems sind für die Schweizerinnen und Schweizer ganz entscheidend.
  • Grundlage der Reformen müssen auf jeden Fall realistische Annahmen über künftige Entwicklungen sein. Es nützt nichts, die Augen vor Fakten wie der an sich erfreulichen demografischen Entwicklung oder tieferen Renditen in der zweiten Säule zu verschliessen.
  • Die Reform muss im Ergebnis so ausfallen, dass vor allem auch junge Menschen in unserem Land wieder daran glauben können, dass die bei AHV und BVG gemachten Leistungsversprechen in zwanzig, dreissig oder vierzig Jahren auch eingehalten werden können. Nur wenn diese Glaubwürdigkeit des Systems wieder hergestellt werden kann, ist die Reform der Sozialwerke auch nachhaltig.

zurück